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Erstellt am 01.02.2017

Drei Mythen rund um Schlaganfall und Vorhofflimmern

1.    Nur alte Menschen erleiden einen Schlaganfall.

Zwar ist der Schlaganfall hauptsächlich eine Erkrankung des höheren Alters, dennoch können auch jüngere Menschen einen Schlaganfall erleiden: Etwa fünf bis zehn Prozent der Schlaganfallpatienten sind unter 50 Jahre alt. Sogar Kinder oder Neugeborene können betroffen sein.1

2.    Ein Schlaganfall kommt oft aus heiterem Himmel.

Ein Schlaganfall trifft die meisten Menschen nicht wie ein Blitz, sondern kündigt sich durch Warnzeichen an. Dazu können kurzzeitige Sprachstörungen, starke Kopfschmerzen, Schwindel oder kurzandauernde Lähmungen gehören, die einige Minuten oder sogar Stunden auftreten und dann wieder abklingen.2

3.    Ist es wirklich so, dass Vorhofflimmer-Patienten, die keine Symptome verspüren, ihre gerinnungshemmenden Medikamente nicht mehr einnehmen müssen?

Vorhofflimmern löst bei Patienten nicht immer Beschwerden aus, sodass sich Betroffene ihrer Erkrankung nicht zwangsläufig bewusst sind. Tatsächlich verspürt ein Drittel der Patienten gar keine Symptome.3 Das hat zur Folge, dass Patienten die Medikamenteneinnahme schneller vergessen oder sogar bewusst abbrechen. Doch obwohl sich viele Betroffene körperlich fit fühlen, ist die regelmäßige Medikamenteneinnahme bei Vorhofflimmern von großer Bedeutung: Nur so kann effektiv das Schlaganfallrisiko gesenkt werden. Patienten sollten daher nicht eigenständig ihre Medikamente absetzen.


1 Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe
2 Internisten im Netz: http://www.internisten-im-netz.de/de_warnzeichen-schlaganfall_293.html (letzter Zugriff: 13.01.2017)
3 AFNET-Register (Atrial Fibrillation NETwork, AFNET)

L.DE.COM.GM.01.2017.3551

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