Schlaganfall
Erstellt am 23.01.2018

Schlaganfall – Therapieoptionen für die Volkskrankheit

Schon die ersten Stunden nach einem Schlaganfall entscheiden über das Ausmaß der Schäden im Gehirn. Eine schnellstmögliche Behandlung spielt daher eine entscheidende Rolle.

Von der Erstversorgung über die Akut- und Nachbehandlung bis hin zur klassischen Rehabilitation – all diese Schritte sind für die Therapie eines Schlaganfalls von großer Wichtigkeit.1

Therapieoption für jede Form des Schlaganfalls

Physiotherapie nach dem Schlaganfall

Im Idealfall wird der Schlaganfall-Patient sofort in einer Klinik behandelt, die über die technischen und personellen Voraussetzungen verfügt, um den Betroffenen rund um die Uhr zu bewachen.

Zunächst werden die passenden Therapieoptionen ermittelt und eingeleitet. Die häufigsten Therapiemaßnahmen sind: die Lysetherapie, eine Operation am Gehirn, eine Früh-Rehabilitation sowie die Sekundärprävention.1

Bei der Lysetherapie handelt es sich um eine medikamentöse Therapie, die zur Auflösung von Blutgerinnseln im Körper eingesetzt wird.2 Eine Schwellung des Hirngewebes, die aufgrund einer Hirnblutung oder eines Hirninfarktes auftreten kann, könnte hingegen eine Operation am Gehirn nach sich ziehen. Diese Maßnahme soll dem sich ausdehnenden Gehirn wieder Raum schaffen. Eine solche Operation ist aber eher die Ausnahme.1

Bei einer Früh-Rehabilitation wird der Patient in einer Klinik permanent überwacht. Dabei werden entscheidende Werte optimal eingestellt – dazu gehören etwa der Bluthochdruck, die Körpertemperatur, der Sauerstoffgehalt des Blutes sowie der Herzrhythmus. Die Sekundärprävention soll einen erneuten Schlaganfall verhindern: Hierzu gehört vor allem auch die richtige Medikamenteneinstellung des Patienten.1

Rehabilitation nach einem Schlaganfall

Wussten Sie, dass allein in Deutschland 3,5 bis 5,5 Prozent der Schlaganfall-Patienten innerhalb von drei Monaten erneut einen Schlaganfall erleiden?3 Eine

Nachsorge ist deshalb von größter Notwendigkeit. Um einen erneuten Schlaganfall vorzubeugen, ist unter anderem die Therapietreue ein besonders wichtiges Thema.

Ein weiterer Fokus sollte auf die Rehabilitation nach dem Schlaganfall gelegt werden. Der schnellstmögliche Beginn von rehabilitativen Maßnahmen ist dabei von entscheidender Bedeutung. Dazu zählt zum Beispiel die Behandlung von Schluck- und Sprachstörungen in der Logopädie. Zusätzlich kann eine Physiotherapie bei Lähmungen und anderen körperlichen Einschränkungen helfen. Eine Ergotherapie kann den Patienten dabei unterstützen die selbstständige Bewältigung des Alltags wieder zu erlernen. Gerade bei älteren Patienten ist diese Selbstständigkeit das bedeutendste Therapieziel nach einem Schlaganfall.

Mehr zum Thema Dos und Don’ts nach einem Schlaganfall sowie verschiedene Therapieoptionen finden Sie in unserer neuen Broschüre „Angriff ist die beste Verteidigung – Leitfaden für ein Leben mit Vorhofflimmern. Neben wichtigen Informationen zur Vorbeugung eines erneuten Schlaganfalls gibt es hier auch Tipps und Anregungen für ein unbeschwerliches Leben mit Vorhofflimmern.

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Die Broschüre kann ab sofort kostenfrei bestellt werden:

Per E-Mail: infomaterial@rote-karte-dem-schlaganfall.de

Per Post: Rote Karte dem Schlaganfall/ Bayer

Postfach 10 03 61

47703 Krefeld


1 Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe: https://www.schlaganfall-hilfe.de/akutbehandlung (letzter Zugriff: 04.01.2018)

2 DGN: https://www.dgn.org/presse/pressemitteilungen/2991-metaanalyse-zur-schlaganfallbehandlung-4-5-stunden-zeitfenster-fuer-lysetherapie-bestaetigt (letzter Zugriff: 05.01.2018)

3 Ärzteblatt: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/83104/Schlaganfall-Eine-kontinuierliche-Nachsorge-wird-in-Deutschland-nicht-gewaehrleistet (letzter Zugriff: 04.01.2018)

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