Schlaganfall
Erstellt am 13.03.2018

Schlaganfall – und jetzt? Was geht und was nicht?

Wer einen Schlaganfall erleidet ist nicht allein – jährlich sind knapp 270.000 Menschen in Deutschland betroffen.1 Schlaganfall-Patienten sehen sich nach dem Ereignis häufig mit körperlichen und seelischen Herausforderungen konfrontiert. Viele stellen sich dann die Frage: Wie muss ich mein Leben nach dem Schlaganfall ändern und wo bekomme ich Hilfe?

Mobilität nach einem Schlaganfall – von Autofahren bis Reha-Sport

Nach dem Schlaganfall ist Reha-Sport das A und O

Keine Frage: Bewegung gehört zu einem gesunden Lebensstil dazu. Vor allem nach einem Schlaganfall ist Sport im Rahmen der Rehabilitation das A und O. Denn Ausdauer, Koordination, Flexibilität, Kraft und auch psychische Stabilität lassen sich dadurch trainieren beziehungsweise festigen. Dabei gilt das Motto: Je mehr Bewegung, desto besser! Die Art des Reha-Sports – z.B. Gymnastik oder Schwimmen – sollte allerdings in jedem Falle mit dem Arzt besprochen werden.

Beim Stichwort Mobilität ist auch das Autofahren ein Thema, das viele Schlaganfall-Patienten bewegt. Hier gilt: Es ist prinzipiell möglich, nach einem Schlaganfall wieder Auto zu fahren. Allerdings sollten Betroffene vorher ein Gutachten über ihre Fahrtauglichkeit einholen. Das Vorgehen dabei und was sonst noch zu beachten ist, zeigt die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe unter: https://www.schlaganfall-hilfe.de/mobil-nach-schlaganfall

Schlaganfall und Zweisamkeit – Was verändert sich?

Nach dem Schlaganfall: Betroffene können die Zweisamkeit mit ihrem Partner wie bisher genießen

Ein Thema über das eher ungern gesprochen wird, aber dennoch von großer Bedeutung ist: Das Intimleben. Die gute Nachricht ist, dass Schlaganfall- und Vorhofflimmer-Patienten die Zweisamkeit mit ihrem Partner wie bisher genießen können. Medizinisch spricht nichts dagegen, denn sexuelle Aktivität ist mit moderater körperlicher Bewegung gleichzusetzen und daher für Betroffene unbedenklich.

Wichtige Stütze nach dem Schlaganfall: Selbsthilfegruppen

Selbsthilfehilfegruppen können für Betroffene eine große Hilfe nach dem Schlaganfall sein. Denn für viele ist gerade der Erfahrungsaustausch mit anderen Schlaganfall-Patienten eine wichtige psychische Stütze. Das bietet die Selbsthilfearbeit außerdem:

  • Sie bietet Therapien an – z.B. Sprach- oder Sporttherapien
  • Sie zeigt Wege aus dem Allein-Sein auf
  • Sie stärkt das Selbstwertgefühl der Betroffenen

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe kennt Selbsthilfegruppen in Ihrer Nähe: https://www.schlaganfall-hilfe.de//adressen-selbsthilfegruppen

Mehr Informationen und praktische Hilfestellungen zum Leben nach dem Schlaganfall bietet auch die Broschüre „Spielmacher fürs Leben – leichter mit der Krankheit umgehen“

Die Broschüre kann kostenfrei bestellt werden:
Per E-Mail: info@rote-karte-dem-schlaganfall.de
Per Post: Rote Karte dem Schlaganfall/ Bayer   
Postfach 10 03 61
47703 Krefeld


1 Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

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