Telefonaktion
Erstellt am 04.10.2016

Telefonaktion von „Rote Karte dem Schlaganfall“: Ihre Fragen und Antworten

Im Rahmen der Telefonaktionen von „Rote Karte dem Schlaganfall“ können Betroffene, Angehörige und Interessierte unseren Experten Fragen rund um das Thema Schlaganfall stellen. Die folgenden Fragen und Antworten können auch Ihnen weiterhelfen.

  1. Frau: Mein Mann hatte vor Kurzem einen kleinen Schlaganfall, der durch ein Gerinnsel ausgelöst wurde. Glücklicherweise hat er sich weitestgehend erholt. Was können wir tun, um einen erneuten Schlaganfall zu verhindern?

    Verstehen Sie diesen Schlaganfall als Warnung. Um das Risiko für eine weitere Gerinnselbildung zu reduzieren, ist eine medikamentöse Blutverdünnung (medizinisch: Blutgerinnungshemmung) wichtig. Sie ist mit Vitamin-K-Antagonisten oder den sogenannten neuen oralen Antikoagulantien (NOAKs) möglich. Auch ein Lebensstil mit gesunder Ernährung, ausreichend Bewegung, Verzicht auf das Rauchen und regelmäßigen Blutdruckkontrollen können einen großen Beitrag zur Schlaganfallprävention leisten.

  2. Frau, 78: Obwohl ich meine blutdrucksenkenden Medikamente regelmäßig einnehme, sind meine Werte zwischenzeitlich erhöht. Ich bewege mich viel, bin aber leicht reizbar und schlafe nicht gut. Kann hier ein Zusammenhang bestehen?

    Ja, durchaus. Ein tiefer Schlaf bedeutet Erholung für den menschlichen Körper. Wenn Sie nachts nicht ausreichend zur Ruhe kommen, befindet sich Ihr Körper in einer Stresssituation und in Konsequenz steigt der Blutdruck. Die Ursache Ihres schlechten Schlafs kann man häufig im Schlaflabor herausfinden. Ein Tipp: Ein Glas Rote Bete-Saft am Tag senkt bei fast allen Patienten den Blutdruck.

  3. Mann: Vor drei Monaten hatte ich einen Schlaganfall durch Vorhofflimmern und nehme einen Vitamin-K-Antagonisten zur Blutverdünnung. Wie erkenne ich, ob ich gut eingestellt bin?

    Zu beachten ist, dass diese älteren Medikamente Wechselwirkungen mit zahlreichen anderen Medikamenten und Nahrungsmitteln eingehen. Aus diesem Grund sind in regelmäßigen Abständen ärztliche Kontrolluntersuchungen Ihres Blutes nötig. Achten Sie zudem auf die Farbe Ihres Stuhls: Bei einer Schwarzfärbung kann eine Blutung im Magen oder Darm vorliegen, Sie sollten umgehend den Hausarzt informieren.

Auch in diesem Monat haben Sie die Möglichkeit, Ihre Fragen zum Schlaganfall zu stellen: Im Rahmen unserer großen Telefonaktion stehen unsere Experten am Dienstag, den 11. Oktober 2016, von 16.00 bis 18.00 Uhr Rede und Antwort:

 Professor Dr. Michael Daffertshofer Chefarzt der Neurologischen Klinik am Klinikum Mittelbaden, Baden-Baden Kostenlose Telefonnummer: 0800 10 10 666
Professor Dr. Curt Diehm Chefarzt der Kardiologie und Ärztlicher Direktor der Max Grundig Klinik, Bühl Kostenlose Telefonnummer: 0800 10 10 667

L.DE.COM.GM.10.2016.3283

RELATED NEWS