Vorhofflimmern
Erstellt am 18.10.2017

Vorhofflimmern hat viele Gesichter – Die Risikofaktoren im Überblick

Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland sind von der Herzrhytmusstörung Vorhofflimmern betroffen und jeder fünfte Schlaganfall ist darauf zurückzuführen.1 Doch häufig merken Vorhofflimmer-Patienten gar nicht, dass sie von der Erkrankung betroffen sind. Umso wichtiger ist es zu wissen, welche Risikofaktoren und Ursachen es dafür gibt. Denn wer um sein persönliches Risiko weiß, geht möglicherweise sensibler mit den Warnsignalen des Körpers um und nimmt Veränderungen des Herzrhythmus eher wahr.

Risikofaktor Vorhofflimmern – Alter

Mehr als zehn Prozent der über 75-jährigen leben mit der Diagnose Vorhofflimmern

Ein wichtiger Risikofaktor für Vorhofflimmern ist das Alter. Ab dem 50. Lebensjahr verdoppelt sich das Risiko mit jedem weiteren Lebensjahrzehnt. Bei den Personen über 60 Jahre sind vier bis sechs Prozent von Vorhofflimmern betroffen.2 Und sogar mehr als zehn Prozent der über 75-Jährigen leben mit der Diagnose.3 Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Betroffenen weiter steigen wird. Grund dafür ist die demografische Entwicklung, wonach die Zahl der älteren Menschen stetig ansteigt. Experten rechnen mit einer Verdoppelung der Erkrankungszahlen in den nächsten 40 bis 50 Jahren.2

Risikofaktor – Ungesunder Lebensstil

Wir wissen längst: Der Lebensstil hat einen maßgeblichen Einfluss auf das Erkrankungsrisiko. Häufiger, starker Alkoholkonsum, Rauchen, deutliches Übergewicht und mangelnde Bewegung wirken sich hier negativ aus. Die Lösung liegt auf der Hand – herzgesunde Ernährung und tägliche moderate Bewegung können das Risiko senken an Vorhofflimmern zu erkranken. Aber Achtung: Exzessives Ausdauertraining kann das Erkrankungsrisiko steigern.3

Risikofaktor –  Vorerkrankungen

Bluthochdruck – Dieser Risikofaktor steigert das Vorhofflimmerrisiko um das Doppelte

Es gibt außerdem verschiedene Vorerkrankungen, die das Risiko für Vorhofflimmern steigern. Das gilt insbesondere für Herzerkrankungen wie Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Erkrankungen der Herzklappen und Herzkranzgefäße (koronare Herzerkrankungen) – auch nach Operationen am Herzen können verstärkt Vorhofflimmerepisoden auftreten. Patienten mit einer Herzschwäche haben ein bis zu sechsfach erhöhtes Risiko für Vorhofflimmern.2

Neben Herzerkrankungen ist auch Bluthochdruck, der beispielsweise durch steigendes Alter und Übergewicht begünstigt wird, ein nicht zu vernachlässigender Risikofaktor – denn er steigert das Risiko eines Vorfhofflimmerns um das Doppelte.2 Bei den internistischen Erkrankungen sind Diabetes mellitus sowie eine Überfunktion der Schilddrüse als Risikofaktoren hervorzuheben.

Einen umfassenden Überblick zum Thema Vorhofflimmern, die Ursachen und Therapiemöglichkeiten sowie Zahlen und Fakten zur Herzrhythmusstörung enthält die Broschüre „Platzverweis für den Schlaganfall – Bestmögliche Versorgung bei Vorhofflimmern“.

Die Broschüre Platzverweis für den Schlaganfall – Bestmögliche Versorgung bei Vorhofflimmern Die Broschüre „Platzverweis für den Schlaganfall – Bestmögliche Versorgung bei Vorhofflimmern“

Sie kann kostenlos bestellt werden:

infomaterial@rote-karte-dem-schlaganfall.de

Rote Karte dem Schlaganfall/ Bayer
Postfach 10 03 61
47703 Krefeld


1 Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

2 Kompetenznetz Vorhofflimmern e.V

3 Wilke T et al. Europace 2013;15(4):486-493

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