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Erstellt am 22.06.2017

Weitverbreitete Ernährungsirrtümer – Was ist wirklich gesund und was nicht?

„Fett ist immer ungesund.“
Das stimmt nicht ganz: Unser Körper braucht Fette – rund 30 Prozent aller Kalorien sollten sogar aus fetthaltigen Lebensmitteln kommen, so empfiehlt es die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE).1  Wichtig ist jedoch, welche Fette Sie konsumieren. Ungesättigte Fettsäuren, wie sie beispielsweise in Olivenöl enthalten sind, sind gut für unseren Körper. Gesättigte Fettsäuren, in Wurst, Sahne oder Käse, können hingegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen.

„Ein Glas Rotwein am Tag ist gut für das Herz.“
Diese Annahme hält sich hartnäckig in vielen Köpfen – stimmt aber nicht. Aktuelle Studien zeigen, dass der niedrige Alkoholkonsum keine herz- und gefäßschützende Funktion hat.2

„Ein Apfel am Tag kann den Tagesbedarf an Vitaminen decken.“
Das berühmte Sprichwort „An apple a day keeps the doctor away“* stimmt leider nicht. Äpfel sind zwar vitaminreich und gesund, decken aber nicht unseren Tagesbedarf an Vitaminen. Zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse über den Tag verteilt gelten laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) als empfehlenswert.1

„Müslis sind kalorienarm und eine gesunde Frühstücksalternative zum Marmeladenbrot.“
Vielleicht essen Sie auch gerne Müsli oder Cornflakes am Morgen, weil Sie meinen, dass es gesünder ist als ein Frühstücksbrot? Müslis sind zwar lecker und machen satt, aber sind häufig wahre Kalorienbomben. Gerade Crunchy-Müslis oder süße Cornflakes enthalten Zucker im Überfluss. Wer trotzdem nicht auf sein Müsli verzichten will, kann auf ein ballaststoffreiches und zuckerfreies Müsli zurückgreifen. Die nötige Süße können beispielsweise Trockenfrüchte liefern.

*Frei übersetzt ins Deutsche: „Täglich einen Apfel essen, und den Arzt kannst Du vergessen.“


1 Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
2 ESC 2016 Abstracts Heberg et al. Low to moderate alcohole consumption ist not associated with a reduction in cardiovascular events – The danish nurses’ cohort study; Golan et al. The effect of moderate wine intake on carotid atherosclerosis in type 2 diabetes; a 2-jear intervention study

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